Konstruktion und Material

Es ist zu entscheiden, welche Materialien für den Bau verwendet werden sollen: Aluminium, Holz, Kunststoff und Stahl sind hier möglich.

Wer plant einen Wintergarten zu bauen, sollte anfangs überlegen, welche Funktion dieser erbringen soll: Will man die Wohnfläche des Hauses erweitern, oder möchten Sich sich ein wahres Paradies für Pflanzen erschaffen, oder das Haus von mehr Licht durchfluten lassen, oder, oder, oder…? Des Weiteren sollte der Standort des Wintergartens gut durchdacht sein: Wärmedämmung und Innengestaltung spielen eine tragende Rolle, ebenso wie die verschiedenen Himmelsrichtungen.

 

  • Der Norden schützt den Wintergarten vor Überhitzung, Sonnenschutz ist kaum erforderlich. Es erfolgt ein nur geringer Energiegewinn über passive Solarenergie. Ohne eine Heizung ist der Wintergarten ganzjährig nicht nutzbar.

 

  • In der Ostseite besteht eine geringe Überhitzungsgefahr, durch die Morgensonne wird der Raum im Laufe des Tages warm. Gegen Ende des Tages kühlt der Wintergarten allerdings wieder aus, die Speicherung der Wärme reicht nicht bis in die Nacht.

 

  • Im Westen kann keine Morgensonne genossen werden, jedoch erwärmt sich der Wintergarten im Laufe des Tages und die Speicherung der Wärme hält bis in die Abendstunden.

 

  • Der Süden eignet sich ganz hervorragend für die Gewinnung passiver Solarenergie. Der hohe Wärmegewinn kann im Winter und in der Übergangszeit auch für die übrigen Wohnräume genutzt werden. Bei der Auswahl dieser Himmelsrichtung ist besonders darauf zu achten, dass der Raum nur bei der Verwendung sehr guter Sonnenschutzmaßnahmen genutzt werden kann.

Aluminium

Ist ein deutlich leichtes Material bei hoher Tragfestigkeit. Es ist „einfach“ zu anspruchsvollen Profilen zu verarbeiten. Außerdem können mit Aluminium größere Spannweiten mit relativ schlanken / filigranen Profilen überbrückt werden. Besonders in Außenbereichen bewährt sich Aluminium hervorragend: Die Oberfläche wird pulverbeschichtet, möglich sind zahlreiche RAL- und Sonderfarben. Bei eventuellen Beschädigungen der Pulverbeschichtung, oxidiert unter dem Einfluss von Sauerstoff die Oberfläche und bildet somit eine Art Schutzmantel gegen Wind & Wetter.

Holz

Als besondere Eigenschaft verzeichnet Holz als natürlicher Werkstoff eine natürliche, hohe Materialdichte und sorgt für eine gute Wärmedämmung. Auf Wunsch können Sparren individuelle Zierfräsungen erhalten und den Wintergarten somit zu einem hochwertigen Einzelstück werden lassen.

Kunststoff

Kunststoff ist längst ein Klassiker im Bereich des Wintergartenbaus. Als kostengünstiges und pflegeleichtes Material erfreut es sich einer hohen Beliebtheit und wird vor allem bei kleineren Glasbauten häufig genutzt. Ein nennenswerter Vorteil von Kunststoff-Profilen sind die Feuchte- und UV – Beständigkeit, die ohne großartige Oberflächenhandlung gewährleistet ist.

Stahl

Stahl ist äußerst tragfähig. Durch diesen Gesichtspunkt wird eine sehr filigrane Glasarchitektur ermöglicht. Da Stahl keine isolierenden Eigenschaften besitzt, sind einfache Konstruktionen, wie sie von Gewächshäusern bekannt sind, für wohnlich genutzte Wintergärten ungebräuchlich. An kalten Profilen fällt häufig Tauwasser aus. Zum Schutz vor der sich daraus ergebenden Korrision sind sowohl innen als auch außen Maßnahmen zu treffen.

Bauformen, einige Beispiele

Die Form und Grundrissgestaltung kann in den entsprechenden Materialien nach unterschiedlichsten Stilrichtungen, architektonischen Planungen oder individuellen Neigungen erfolgen. Beginnend bei der Pultdachlösung bis hin zu einer außergewöhnlichen Sonderdachkonstruktion sind nahezu fast alle Wünsche realisierbar. Erste Anregungen finden Sie in beiliegenden Schaubildern.